Worin unterscheiden sich die Gesetzliche und die Private Krankenversicherung?

In Deutschland können Angestellte, Selbständige, Freiberufler, Beamte und Studenten zu Beginn des ersten Semesters selbst entscheiden, ob sie Mitglied der Gesetzlichen oder Privaten Krankenversicherung werden möchten. Das solidarische Modell der Gesetzlichen Krankenversicherung stellt alle Mitglieder gleich. Das bedeutet konkret, dass alle Mitglieder den gleichen Prozent- beziehungsweise Beitragssatz in Relation zu ihrem Einkommen in die Krankenversicherung einzahlen müssen, aber auch Anspruch auf den gleichen Leistungskatalog haben. In der Regel profitieren Mitglieder mit einem geringeren Einkommen mehr davon als besser Verdienende. Das Modell der PKV stellt gesunde und junge Menschen in der Regel besser als gesundheitlich vorbelastete und ältere Personen. Vorteilhaft ist jedoch, die Freiheit, selbst über die Beitragshöhe und damit verbunden über den Leistungskatalog entscheiden zu können. So kann jemand mit gesunden Augen Beiträge Sparen, indem er auf Leistungen für Sehhilfen verzichtet. Weitere Einsparungen bei den Beiträgen sind in vielen anderen Bereichen wie psychologischer oder naturmedizinischer Behandlung möglich. In die Private Krankenversicherung zahlt man als Versicherter nur für Leistungskomponenten Beiträge, die für einen selbst wichtig sind. Ändern sich im Laufe der Zeit die Bedürfnisse, ist eine Anpassung abhängig von dem gegenwärtigen Gesundheitszustand und deshalb nicht immer realisierbar. Da das GKV-Prinzip solidarisch ist, sollte man bedenken, dass nach einigen Jahren, in denen man keine Beiträge in die GKV eingezahlt hat, den Anspruch verlieren kann, erneut in sie aufgenommen zu werden. Das gilt für Personen, die das 55. Lebensjahr überschritten haben. Doch auch die Gesetzliche Krankenversicherung hat den Nachteil, den teilweise willkürlichen Beitragserhöhungen und Kürzungen des Leistungskataloges ausgesetzt zu sein. Es obliegt also jedem selbst, wofür er sich entscheidet.

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Ein Kommentar

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  1. admin
    geschrieben am 13. August 2008 03:36
    1

    Man muss aber auch darauf achten, dass private Versicherungen in der Regel das doppelte der gesetzlichen kosten, da der Arbeitgeberanteil selber gezahlt werden muss. Auch, dass nicht jeder in die private Versicherung wechseln kann, bzw. das nun schon, in sogenannte Basis-Versicherungen, die aber in der Regel teurer sind als gesetzliche Versicherungen.

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