Was ist ein Darlehen?

Das Darlehen auch Darlehn geschrieben ist ein schuldrechtlicher Vertrag, durch den einem Darlehensnehmer Geld, Waren oder vertretbare Sachen für eine bestimmte Zeit zum Gebrauch geliehen werden. Zum Zeitpunkt oder während eines Zeitraumes ist der Darlehensnehmer dazu verpflichtet dem Darlehensgeber den geliehenen Betrag zurück zu gewähren. Der Darlehensnehmer kann nach Übergabe des Geldes oder der Ware über die Verwendung dessen selbst entscheiden. Das Darlehen ist nach Auszahlung entgeltlich, das heißt, der Darlehensnehmer muss nebst Darlehensvaluta Zinsen zahlen. Das Darlehen bietet die Möglichkeit einen Kredit zu billigen.

Der Darlehensvertrag kommt auf zwei Wege zustande. Zum einen nach der Einigung der beiden Parteien und zum anderen nach der tatsächlichen Auszahlung des Darlehens. Nach Inkrafttreten des Vertrags ist der Darlehensnehmer dazu verpflichtet einen bestimmten Geldbetrag zu entrichten.

Nach deutschem Recht ist das Darlehen ein gegenseitiger Vertrag. Im bürgerlichen Gesetzbuch werden die Bestimmungen für das Gelddarlehen und das Sachdarlehen entsprechend getrennt. Bei einem Gelddarlehen wird das zur Verfügung stehende Geld verzinst. Bei Gelddarlehen durch einen entsprechenden Zinssatz. Wenn kein entsprechender Zeitraum vereinbart wird, musst der Betrag innerhalb eines Jahres an die Bank oder das Kreditinstitut zurück gezahlt werden. Wenn der Zeitrahmen zur Rückzahlung nicht eingehalten werden kann, kann der Darlehensgeber zusätzliche Gebühren verlangen. Sie richten sich nach der Darlehenshöhe und kann von Bank zu Bank unterschiedlich ausfallen. Das abgeschlossene Vertragsverhältnis ist ein so genanntes Dauerschuldverhältnis. Das Darlehen wird Unwirksam wenn man von Wucher spricht. Also wenn bei dem geschlossenen Geschäft ein Zinswucher aufgrund eines Missverhältnis von Leistung und Gegenleistung herrscht.

Es gibt sieben Darlehensarten. Zum einen das endfällige Darlehen. Es wird auch Fälligkeitsdarlehen oder Festdarlehen genannt. Da wird das Darlehen mit einem einmaligen Betrag am Ende der Laufzeit zurückgezahlt. Das Annuitätendarlehen wird jährlich gezahlt. Es besitzt die Eigenschaft, dass der zu tilgende Betrag und die Zinsen immer gleich hoch sind. Entsprechend steigt der Tilgungsanteil während der gesamten Laufzeit und der Zinsanteil sinkt dementsprechend.

Bei einem Tilgungsdarlehen bleibt die Tilgung immer konstant. Die Zinsen werden aus dem verbleibenden Kredit berechnet. Entsprechend sinken die Raten. Das Ratendarlehen ist ähnlich dem Ratenkredit. Hier wird am Anfang der Laufzeit ein fester Betrag, also eine Rate, zurückgezahlt. Beim partiarischen Darlehen erhält der Darlehensgeber zusätzlich zu den Zinsen noch eine Gewinnbeteiligung. Das Bauspardarlehen geht über eine langfristige Laufzeit, meist 20 bis 30 Jahre und wird auch in bestimmten Raten abbezahlt. Die letzte Darlehensart ist das Massedarlehen. Das sind Darlehen, die Unternehmen während der Insolvenzzeit aufnehmen.

Darlehen werden unter verschiedenen Bezeichnungen von Kreditinstituten oder Banken angeboten. Hierzu gehören Beamtendarlehen, Studentendarlehen oder Onlinedarlehen. Diese Werbebezeichnungen stellen aber keine Darlehensart dar.

Ähnliche Beiträge:

Schreibe einen Kommentar

Die Email-Adresse wird niemals öffentlich genannt. Mit * markierte Felder sind erforderlich.

Bitte nebenstehenden Code eingeben