Walter Riester – Bundesminister mit Volksschulabschluss
Es mag zwar nahe liegen, dass insbesondere Juristen dazu geeignet sind, sich im Dschungel der Gesetzgebung zurecht zu finden und somit sowohl kompetente Bundesminister wie auch fähige Abgeordnete abgeben, doch nicht jeder Minister in unserem Lande verfügte tatsächlich über einen Hochschulabschluss. Manche Quereinsteiger in der Politik konnten (und brauchten) nicht einmal ein Abitur vorzuweisen um sich im öffentlichen Leben einen großen Namen zu machen.
So endete zum Beispiel die Schulzeit von Walter Riester bereits mit 14 Jahren und einem Volksschulabschluss. Es folgte eine Berufsausbildung zum Fließenleger, die er mit der Meisterprüfung vollendete. Erst eine Karriere bei der Gewerkschaft IG Metall brachte ihn in Berührung mit der Politik. Diese führte bis zum Amt des Bundesministers für Arbeit und Sozialordnung in der Regierungszeit der Kanzlerschaft Schröder.
Die aus der demographischen Entwicklung resultierende fortgesetzte Unterversorgung der öffentlichen Rentenkassen an einzahlenden Arbeitnehmern lässt vermuten, dass der Name Riester in Verbindung mit der eigenen Altersvorsorge auch in zukunft weiter Relevanz haben wird.
Das Beispiel Riester zeigt, dass es nicht immer die Hochschulreife und das abgeschlossene Jura-Studium sein muss, was zu nachhaltigen Entwicklungen im politischen Bereich führen kann. Am Beispiel von Walter Riester kann man gut erkennen, das es zu begrüßen wäre, wenn nicht immer nur Pädagogen und RechtsanwäLTE den Weg in ein politisches Amt finden würden.