Sie haben gewonnen!

Sie haben gewonnen! Ein Haus mit Pool, ein nagelneues Cabrio, einen Tauchurlaub auf den Malediven, 10.000 € in Bar - wer kennt das nicht. Solche Post bekommt man fast wöchentlich oder sogar täglich per Email.

Gerade online ist alles angeblich nur einen Mausklick entfernt. Alles was man dabei tun muss, ist einem Link folgen und “sehr schwierige Fragen” zu beantworten wie zum Beispiel: “Ist die Erde eine Scheibe? (ja / nein / weiß nicht).”

Ok, es wurde “weiß nicht” angeklickt. Und schon hat man angeblich gewonnen! Es sind dann immer nur noch wenige Formalitäten zu erledigen, denn schließlich werden Informationen zur Adresse benötigt um den Gewinn zustellen zu können. Also, bitte geben Sie uns ein paar unverfängliche Daten: Ihren Namen, Ihre Anschrift, Telefon- und Faxnummer, und ganz wichtig Ihre Mail-Adresse. Die Email-Adresse? Die sollte in dem Fall ja schon bekannt sein, da man die Email ja empfangen hat. Aber daran denkt fast keiner.

Wir haben verschiedene Hauptgewinne. Da möchten wir doch das Passende für Sie aussuchen. Wie leben Sie und was mögen Sie ? Familienstand, Beruf, Einkommen, ist ja wohl kein Geheimnis. Zum Urlaub auf die Berge oder ans Meer, Oberarzt oder Hartz IV ? Ach ja, eine Kleinigkeit noch. Wohin sollen wir den Gewinn überweisen? Bitte Kontonummer und Bankleitzahl angeben, dann sind wir auch schon fertig.

Jetzt im Ernst:
Zugegeben, das obige Beispiel war etwas überzogen. Aber bei Gewinnspielen, insbesondere im anonymen Internet sollte man eins nie vergessen: niemand hat etwas zu verschenken, aber jeder will etwas verdienen.

Wer freiwillig seine privaten Daten ins Netz stellt, kann sich - Datenschutzerklärung hin oder her - nie sicher sein, dass diese nicht weitergegeben werden. Wenn man trotzdem dem Kitzel von Gewinnspielen unterliegt, sollte man einige wenige Regeln beachten:

Für Gewinnspiele ein gesondertes Mail-Konto einrichten. Das kann dann zugespamt werden.
Nie, absolut niemals, Bankverbindungsdaten herausgeben!
Und wenn der Briefkasten nicht überquellen soll: ein bisschen bei der Adresse mogeln.
Nicht vergessen: niemand hat etwas zu verschenken.

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