Linktausch, Linkkauf und Linkaufbau

Da fast alle Suchmaschinen den Index anhand der Wertigkeit der einzelnen Webseiten sortieren und diese in der Regel über die vorhandenen Backlinks ermittelt werden kommt man nicht umher sich um eingehende Links zu kümmern. Aber auch außerhalb der Suchmaschinen sind Links ein wichtiger Faktor, denn ohne Verweise auf die eigene Seite kommen auch keine Besucher. Also können die Links an sich eigentlich in zwei Gruppen unterteilt werden

1. Links zur Steigerung der Positionen in den Suchergebnissen
2. Links zur Steigerung des direkten Besucherstroms

Gerade jedoch ersteres, also “Links zur Steigerung der Positionen in den Suchergebnissen” sind ein heikles Thema und eigentlich auch nicht wirklich möglich ohne gegen Bestimmungen der Suchmaschinenbetreiber zu verstoßen.

Links zu bekommen ist eigentlich nicht schwer, denn auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten
1. Links Kaufen/mieten
2. Links tauschen
3. Links die freiwillig gesetzt werden
4. Links aus SB-Diensten, Webkatalogen und Artikelverzeichnissen

Nimmt man nun diese vier Möglichkeiten, dann stellt man eigentlich Recht schnell fest, dass die erste etwa bei Google nicht erlaubt ist, zumindest nicht wenn kein “nofollow” verwendet wird. Links tauschen ist eigentlich auch nicht erwünscht und freiwillig bekommt man so gut wie keine, vor allem aber nicht wenn man sich in einem sehr umkämpften Segment bewegt. Letzte Möglichkeit ist zwar durchaus gegeben, aber bringen tun sie eigentlich nichts mehr. Auch Besucher kommen über die wenigsten Seiten.

Aber was soll man nun tun wenn man eine kleine bis mittlere Seite hat und gegen große Mitbewerber die schon viele Jahre auf dem Markt sind antritt? Nimmt man dieses Gesichtspunkt und geht persönlich die einzelnen Möglichkeiten durch, so merkt man auch recht schnell dass weder die großen sich an irgendwelche Richtlinien halten noch dass man eine Chance hätte mithalten zu können.

Kleine Portale verkaufen häufig Werbelinks um finanziell überhaupt bestehen zu können. Dem ist soweit auch nichts negatives zu sagen, so lange die Links nicht dazu dienen die Suchergebnisse zu verfälschen. Dafür, um dies zu unterbinden, muss der Link mit “nofollow” versehen werden. Soweit ist das auch ok, denn Besucher bringen gute Links dann dem Buchenden immer noch, aber was ist wenn er den Besucherstrom tracken will? Viele nutzen dazu derzeit Analytics von Google was vom Grunde her ein sehr gutes Tool ist. Nur das Problem, Links mit “nofollow” werden dort weder ausgewertet noch werden diese überhaupt irgendwo in der Statistik aufgeführt.

Als Vermieter richtet man sich dann also nach den Richtlinien, als Mieter hat man aber keine Statistik. Das wollen die Buchenden natürlich auch nicht, also muss in folge dessen das “nofollow” entfernt werden, denn die Werbekunden brauchen nun mal viele um finanziell bestehen zu können. Werbeplätze verkaufen ist erlaubt, aber was bringt es wenn diese “nofollow”-Links in den Google eigenen Tools nicht erfasst werden oder der Besucherstrom nicht ermittelt werden kann?

Wird nun aber ein solcher Link gefunden und als “Betrugsversuch” eingestuft riskiert man als Verkäufer einerseits dass der eigene Pagerank herabgesetzt wird, aber auch dass die eigene Seite in den Suchergebnissen zurück gestuft wird. Dem Mieter aber, dem passiert nichts und hier liegt einer der Fehler. Ist der gemietete Link irgendwann einmal entwertet, dann hat der kleine Betreiber ein Problem und die Großen suchen sich einfach neue Mietplätze auf anderen Seiten aus.

Also ist das Links vermieten / Links mieten vor allem für den Anbieter gefährlich. Aber auch der normale Linktausch ist ja eigentlich nicht erwünscht, da es sich dabei ja auch nicht um freiwillige Empfehlungen handelt. Nun wäre es ja möglich extra reciprokal, also von Seite 1 nach Seite 2 und von Seite 2 nach Seite 1 zu tauschen um so viel zu sagen wie “Hey, der Link ist getauscht, der ist nicht verkauft”. Aber so weißt man ja schon darauf hin dass man aktiv Linktausch betreibt.

Tauscht man aber über mehrere Seiten, dann läuft man wieder Gefahr, dass der Link als “verkauft” eingestuft wird, was er gar nicht ist. Somit hat man eigentlich gar keine Möglichkeit legal und richtlinienkonform an Links zu kommen und daher auch nicht als kleiner Betreiber in die Gunst der oberen und besseren Positionen zu kommen.

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