Hyperventilation - wenn schnelles Atmen schädlich ist
Unter Hyperventilation wird eine zu schnelle Atmung verstanden, die mit verschiedenen somatischen Reaktionen einhergeht und in der Regel psychische Ursachen hat. Durch das stoßweise rasche Atmen wird verstärkt Kohlendioxid abgeatmet, was eine Erhöhung des ph-Wertes im Blut zur Folge hat.
Daraus resultierend verschlechtert sich die Durchblutung im Gehirn, wie auch in den Gliedmaßen. Als Resultat entstehen starke Kopfschmerzen und Schwindelgefühle, sowie eine massive Panik. Durch die damit verbundenen Stoffwechselveränderungen kommen meist Zittern und Muskelverkrampfungen hinzu. Sämtliche Symptome vergehen, sobald sich die Atmung normalisiert hat.
Zu den häufigsten Auslösern einer Hyperventilation gehören akute Angstzustände, sowie massiver Stress. Körperliche Hintergründe sind äußerst selten und in der Regel durch eine schwere Erkrankung begründet, wie beispielsweise eine Hirnhautentzündung, ein Schlaganfall oder ähnliches.
Der sinnvollste Umgang mit einer hyperventilierenden Person im Alltag besteht in erster Linie darin, sie zu beruhigen und ihr die Angst zu nehmen. Dies erfolgt idealerweise durch Augenkontakt, eine klare, ruhige, Sicherheit vermittelnde Ansprache und der Mitteilung über die Ungefährlichkeit der Symptome. Die betroffene Person sollte verbal dazu motiviert werden, die Konzentration auf die eigene Atmung zu lenken und so nach und nach langsamer zu atmen. Im Ernstfall, falls die Beruhigungsversuche erfolglos bleiben, kann eine vor Nase und Mund gehaltene kleine Tüte, in die hineingeatmet wird, dazu verhelfen, das zu viel abgeatmete Kohlendioxid durch Einatmen wieder aufzunehmen, was eine Minderung der körperlichen Symptome zur Folge hat.
Die Unterstützung durch die Tütenatmung darf nur erfolgen, wenn die betroffene Person dabei mithelfen kann und keine organische Ursache vorliegt. Sollten weder beruhigende Ansprache, noch die Atmungshilfe erfolgreich sein, muss in jedem Fall ein Arzt verständigt werden.










