Gewinnspiele und Gewinn-Sendungen im Fernsehen

Es ist ja durchaus bekannt, dass die Zweiklassengesellschaft in Deutschland immer größer wird und weiter auseinander driftet, aber genau dazu tragen auch diese Sendungen bei bei denen man 500.000 EUR, 1 Million Euro oder sogar noch mehr gewinnen kann.

Aber auch die Sendungen selber unterscheiden sich sehr von einander. Während in manchen man wirklich etwas für den gewinn tun oder können muss, wie etwa bei „Wer wird Millionär“ oder „Schlag den Raab“ sind andere nichts anderes als reines Glücksspiel das man mit einer Losbude vergleichen könnte. „Deal or no Deal“ ist so eine, die keinen Sinn macht und nur das Programm füllt, denn auf den Koffer hat man überhaupt keinen Einfluss und könnte auch gleich den nennen den man aufmachen und haben möchte.

Bei „Wer wird Millionär“ finde ich es sehr gut dass dort etwas geleistet werden muss und das kann jeder, notfalls auch ein Obdachloser der genug Grundwissen hat. Bei „Schlag den Raab“ würde ich aber sofort bemängeln dass der Gewinn, wenn er nicht gewonnen wurde, nicht an eine gemeinnützige Organisation geht, denn 500.000 Eur sind mehr als genug für einen Gewinner. Und der Telefongewinn, ein Auto. Ist schön, aber warum gab es in der letzten Sendung gleich 5 für eine Person? Gut, weil zuvor die Gegner immer verloren hatten, daher auch die Gewinnsumme von 2,5 Millionen, aber was will bitte ein Zuschauer mit 5 Autos. Wäre es da nicht gerechter, besser und vor allem sozialer 5x ein Auto zu verschenken als 1x fünf?

Prinzipiell finde ich aber alle diese Shows sehr zweifelhaft oder zumindest übertrieben. 20.000 Euro Gewinn sind viel Geld und es gibt sicherlich genug die das haben möchten. Also warum muss man dann, wie etwa bei „Wer wird Millionär“ 1 Million ausspielen? Man könnte das auch auf 50 Gewinner a 20.000 Eur verteilen und dann das Spiel selber verkürzen und mehrere Mitspieler nehmen. Damit wäre mehreren geholfen sich in der Mittelschicht zu halten und nicht gleich direkt in die Oberschicht aufzusteigen.

Das Problem dabei wird aber sicherlich sein, dass die meisten die in der unteren Mittelschicht sin schon in der Aufnahme scheitern. Man sieht es ja immer wieder, die Personen die dort so vertreten sind nagen nicht am Hungertod oder leiden unter finanziellem Mangel. Also da wird immer nur denen noch mehr angeboten die es eigentlich nicht wirklich brauchen um zu Leben. Das finde ich den falschen Weg in unserer Gesellschaft und führt nur noch weiter zu einer Aufspaltung.

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