Festgeldkonto oder Tagesgeldkonto?
Jeder der etwas Geld übrig hat und positive Zahlen auf seinem Girokonto verzeichnen kann denkt sicher auch darüber nach wie er aus dem Guthaben wenigstens an ein paar wenige Zinsen gelangt. Girokonten selber haben in der Regel keinen Gutshabenzins, also ist eine Verlagerung der positiven Beträge sicherlich sinnvoll.
Dabei gibt es zwei Möglichkeiten um an Zinseinnahmen für sein Guthaben zu kommen. Tagesgeldkonten oder auch Festgeldkonten bieten diese Möglichkeiten, bei denen man auch flexibel einzahlen kann, also immer dann wenn etwas übrig war. Sparverträge hingegen erfordern eine regelmäßige Zahlung und sind daher ungeeignet.
Jedoch gibt es auch bei den Tagesgeld- und Festgeldkonten etwas zu beachten. Sollte das Guthaben nur kurzfristig sein oder dir Möglichkeit bestehen dass das Guthaben eventuell gebraucht wird, dann sind Festgeldkonten unbrauchbar. Festgeldkonten sind immer mit festen Zeiträumen gebunden, in denen man nicht über das Geld verfügen kann. Je länger dieser Zeitraum ist, desto höher in der Regel auch die Zinsen dafür. Der Nachteil ist dann jedoch, dass man nicht an das Geld kommt, auch wenn man es dringend benötigt. Daran kommen ist zwar schon möglich, aber nur mit Verlusten, da die Zinsen für die komplette Laufzeit berechnet werden.
Natürlich kann man sein komplettes Guthaben auch immer kurzfristig per Festgeld anlegen. Zusätzliche Belastungen können dann oft über einen Dispo bedient werden, doch genau da ist der Fehler. Der Zinssatz für den Dispo, auch wenn es nur für einen Monat ist, macht in der Regel die Zinseinnahmen per Festgeld für ein ganzes Jahr zur Nichte. Zwar ist man liquide und kann seine Rechnungen bezahlen, aber effektiv hat man damit dann Verluste.
Daher ist es sehr wichtig zumindest einen Teil seines Geldes auf ein Tagesgeldkonto zu legen, auf das man wie der Name auch sagt täglich zugreifen kann. So kann man die Zinsen ernten und wenn es nötig ist das Geld sofort verwenden, ohne einen Dispo in Anspruch nehmen zu müssen.
Also so gesehen sollte man sein Guthaben in drei Teile aufteilen.
Täglich benötige Finanzen und vergessene Buchungen
Das Geld das man zum täglichen Leben und allen regelmäßigen und normal planbaren Buchungen gehört. Oft kommen Abbuchungen nur einmal im Jahr und genau die werden schnell vergessen.
Sicherungseinlagen für unvorhergesehene Ausgaben
Guthaben, das über das tägliche Geschäft hinaus geht, aber dennoch als Sicherheit für verschiedene Situationen dient. Ein defekter Kühlschrank, ein neuer Fernseher oder eine Reparatur am Auto kommen oft unverhofft und können richtig teuer werden. Gerade dieses Guthaben kann sehr gut auf einem Tagesgeldkonto verwaltet werden. In diesem Zusammenhang hört man oft die Frage “wie oft kann man beim Tagesgeldkonto Geld einzahlen?“. Ganz einfach, so oft man will, da es nichts anderes wie ein normales Sparbuch ist, nur eben online und als Zusatz zu einem Girokonto.
Überschuss an Guthaben
Hat man für die ersten beiden Bereiche schon Rücklagen gebildet kann man in der Regel den überschüssigen Anteil als echtes Guthaben ansehen und diesen auch länger anlegen.