Die Sterbegeldversicherung schützt die Familie

Seitdem die gesetzlichen Kassen Anfang 2004 bei Todesfällen die Leistung für Sterbegeld komplett gestrichen haben, ist es vorteilhaft eine private Absicherung der Familie nach dem Tod abzuschließen. Hierfür eignet sich eine Risikolebensversicherung ganz gut oder eine Sterbegeldversicherung.

Beide Arten von Versicherungen dienen dazu, beim Tod die Familie finanziell nicht in hohe Kosten zu stürzen und diese abzusichern. Zum anderen ist eine Risikolebensversicherung bzw. Sterbegeldversicherung auch dazu da, schon vorweg die eigene Beerdigung zu planen. Die ausbezahlte Versicherungssumme soll dazu dienen.

Zwischen einer Sterbegeldversicherung und einer Risikolebensversicherung gibt es erhebliche Unterschiede. Eine Risikolebensversicherung endet bei einem Alter von 75 Jahren. Der danach eintretende Tod ist somit nicht abgesichert. Hingegen bleibt die Sterbegeldversichrung ein Leben lang bestehen. Selbst ältere Menschen können einen Vertrag abschließen. Da eine Sterbegeldversicherung außerdem nicht nach gesundheitlichen Einschränkungen fragt, ist die Annahmechance erhöht. Ein Pluspunkt bietet die Sterbegeldversicherung zudem, dass keine Beiträge ab 85 Jahre mehr gezahlt werden müssen.

Die Versicherung endet dann nicht, sondern läuft zu den gleichen Konditionen dann weiter. Gleiche Konditionen bedeuten in dem Fall den gleichen Satz der Verzinsung und die Überschussbeteiligung. Besonders geeignet ist die Sterbegeldversicherung auch für ALG II Empfänger, denn das angesparte Kapital wird nicht „berücksichtigt“ und zählt zum Schonvermögen. Außerdem können Beiträge einer Sterbegeldversicherung als Mehrleistung beantragt werden.

Für eine Kapitalbildende Lebensversicherung gilt die Regelung mit dem Schonvermögen nicht. Die Beitragssätze einer Risikolebensversicherung oder Sterbegeldversicherung sind abhängig vom Eintrittsalter und der vereinbarten Versicherungssumme. Bei der Risikolebensversicherung kommt dann noch eine Berücksichtigung auf Geschlecht und Vorerkrankungen hinzu. Frauen zahlen weniger Monatsbeiträge, da die allgemeine Lebenserwartung höher liegt als bei Männern.

Übergewichtige und Raucher bzw. all jene Personen, die ein erhöhtes Risiko darstellen, zahlen einen Risikozuschlag. Personen mit schweren oder schwerwiegenden chronischen Erkrankungen werden mit höchster Wahrscheinlichkeit vom Vertrag ausgeschlossen. Doch auf die Absicherung der Familie und Hinterbliebenen braucht dennoch nicht verzichtet werden. Bei der Sterbegeldversicherung ist definitiv eine höhere Annahmemöglichkeit gegeben.

Es gilt bei der Sterbegeldversicherung eine Wartezeit von insgesamt 18 Monaten in Kauf zu nehmen. Dafür aber ist die Sterbegeldversicherung für ältere und Personen mit Vorerkrankung offen. Und Kosten müssen selbstverständlich auch gut kalkuliert und geregelt werden, andernfalls würden sich todkranke Menschen sofort versichern lassen. Die Wartezeit besagt, dass lediglich die Beiträge ausgezahlt werden an die Bezugsberechtigte Person. Zwischen 10 und 18 Monaten wird in 2-Monatsabständen die vereinbarte Versicherungssumme angefangen bei 25% bis hin zu 50% und 75% ausgezahlt. Einen finanziellen „Verlust“ wie bei einer Risikolebensversicherung gibt es somit bei der Sterbegeldversicherung nicht. Für die richtige Entscheidung können kostenlose Vergleichsrechner im Internet helfen, die die persönlich passenden Tarife herausfiltern.

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