Cafe Crema - der Kaffe mit Schaum
Der Cafè Crema ist in Deutschland noch sehr neu, doch in der Schweiz ist diese Variante des Kaffees schon seit langer Zeit etabliert. Jedoch wird er dort nicht Caffè Crema, sondern Café Crème genannt. Dabei handelt es sich um einen normalen Espresso, der jedoch mit mehr Wasser hergestellt wird und dadurch dünner ist. Deshalb wird er in der Schweiz im Volksmund auch Schümli genannt. Allerdings unterscheidet sich der Röstgrad der benutzten Bohnen von Espresso. Für Café Creme werden helle bis mittlere Röstgrade verwendet. Wichtig ist, dass in der Kaffeemischung Robusta Bohnen verwendet werden, da sie für die Crema sorgen.
Mit den neuen Kaffeepad- und Kaffeekapselsystemen wurde der Caffè Crema auch in Deutschland bekannt und findet immer mehr Anhänger. Doch hierzulande ist der Caffè Crema kein Espresso mit mehr Wasser, sondern ein völlig neues Brühsystem.
Für einen Espresso wird Wasser aus einem Tank erhitzt und mit einem Druck von 8-12 bar über das Pulver gepresst. Bei einen Caffè Crema wird das benötigte Wasser mit einem deutlich geringeren Druck von nur 1,5-2 bar über den gemahlenen Kaffee gedrückt, woduch sich ebenso eine Crema wie beim bekannten Espresso entwickelt, aber der Kaffee selber dennoch als Filterkaffee angesehen wird.
Die Crema sollte eigentlich eine goldbraune Färbung haben und von recht helleren Streifen durchzogen sein. Die Crema bildet dabei eine dünne Schicht auf dem eigentlichen Kaffee und darf sich auch durch kräftiges Umrühren nicht auflösen, sondern eher “am Löffel kleben”.
Auch bei diesem neuen Brühverfahren werden die Bitterstoffe aus der gerösteten Bohne nicht an den Kaffee abgegeben. Der Caffè Crema ist somit besser bekömmlich als Filterkaffee und außerdem ein ganz neues Geschmackserlebnis. Der Kaffee wirkt insgesamt weicher und aromatischer im Geschmack. Die Crema liegt angenehm auf der Zunge und lässt den Kaffee samtiger erscheinen. Es hat seinen Grund, warum dieser Kaffee auch in Deutschland immer beliebter wird.