Balkonpflanzen - pflegen und überwintern

Blumen auf dem Balkon sorgen für ein behagliches Ambiente, doch nicht jede Pflanze ist uneingeschränkt für den Blumenkasten geeignet. Es kommt auf den Balkon selber an, welche Pflanzen man für seinen Balkon nehmen sollte und welche dafür am Besten geeignet sind.

Wenn man einen schattigen Balkon besitzen sollte ist die Auswahl der Pflanzen nicht sonderlich groß, doch es empfehlen sich durchaus Fuchsien, Eisbegonien, Efeu, Primeln und Knollenbegonien.

Für einen halbschattigen oder sonnigen Balkon ist die Auswahl viel größer. Die geeigneten Pflanzen sind Margeriten, die blaue Mauritius, Strohblumen, Kosmeen, Petunien, Sonnenblumen oder eben der Klassiker Geranien. Pflege brauchen sie alle, doch diese Pflanzenarten eignen sich alle gut für Kübel oder Balkonkästen. Sie geben einen guten Sichtschutz und man kann deren Farbenpracht bewundern.

So schön Balkonpflanzen auch sind, sie erfordern aber auch etwas Pflege um lange etwas von ihnen zu haben. Nicht nur der richtige Standort für die einzelnen Pflanzen ist zu beachten, sondern auch das Gießen sollte regelmäßig erfolgen und gehört zum Balkonpflanzen pflegen unabdingbar mit dazu.

Vorn an ist jedoch noch immer der Standort einer Pflanze. Da wird in der Regel nach “praller Sonne”, “sonnig”, “Halbschatten” und “Schatten” unterschieden. Alleine diese Angaben geben den Standort der Pflanze schon mal vor, auch wenn man dann noch immer etwas tricksen kann.

Jedoch machen viele Balkongärtner dabei dann den Fehler die schönsten Pflanzen grundsätzlich nach ganz außen zu setzen und die anderen eher an die Hauswand. Oft ist das aber nicht gut. Gerade Pflanzen die pralle Sonne vertragen sollten nach außen gesetzt werden und die anderen jeweils dem jeweiligen Balkon angepasst werden.

Allerdings kann man da mit großen und dichten Pflanzen etwas jonglieren und so eigentlich Pflanzen für den Halbschatten direkt neben eine große und füllende Balkonpflanze setzen die dann den entsprechenden Schatten liefert.

Auch müssen Winde oder mögliche Stürme bedacht werden. Also je mehr die Pflanzen dem Wind ausgesetzt werden, desto robuster müssen sie auch sein. Es bringt etwa nichts Schnittlauch nach ganz außen zu setzen, der dann nach einem Sturm mit Hagel förmlich platt ist. Auch hängende Kräuter die zwar viel sonne vertragen, aber auf Grund ihrer Feinheit keinem Sturm trotzen können sollte man eher in Nähe der Hauswand ansiedeln.

Das andere leidige Problem von Balkonpflanzen ist die Bewässerung. Balkon Pflanzen sollten niemals so weit austrocknen dass der Boden anfängt Risse zu bilden was gerade im Hochsommer in der Regel ein tägliches gießen erfordert, aber “im Wasser stehen” sollten sie auch nicht zu lange. Ein paar Tage nach regnerischen Tagen sind ok, aber nicht über Wochen hinweg. Natürlich sind dabei auch die Anforderungen der jeweiligen Pflanze zu beachten, aber eine permanente und geringe Grundfeuchte schadet in der Regel nie. Auf keinen Fall sollte man unüberlegt Giesen, denn die Bewässerung ist ein wichtiger Bestandteil der Balkon Pflanzen Pflege.

Alte Blätter sollten in jedem Fall immer gleich von den Balkonpflanzen entfernt werden, sonst können sie Ballast für die Pflanzen werden und verhindern das weitere Wachstum bzw. schränken diesen sehr stark ein, wie vor allem bei Geranien zu beobachten ist bei denen alte Blätter und verblühte Knospenstiele nicht entfernt werden.

Balkonpflanzen pflegen ist ein weitläufiges Thema und macht auch vor dem eigentlichen Balkonkasten keinen Halt. Die Erde in den Blumenkästen und Blumentöpfen ist in der Regel im Verhältnis zu den Blumen selber sehr gering, also ganz im Gegensatz zu Pflanzen im Garten, weshalb auch hier eine regelmäßige Pflege erforderlich wird. Durch die geringe Menge an vorhandener Erde werden die Nährstoffe im Erdreich schnell aufgebraucht so wie das Vorkommen an Feuchtigkeit. Daher ist es sinnvoll, dass dem Blumenwasser regelmäßig etwas Dünger hinzugefügt wird.

Im Handel erhält man dafür speziellen Dünger für Balkonpflanzen, der angewendet werden kann. Aber Achtung, auch eine Überdüngung die in der geringen Erde schnell entstehen kann ist schädlich. Daher immer auf die Anweisungen auf dem Dünger achten und lieber etwas seltener und weniger düngen als angegeben. Zu wenig Dünger ist immer besser als gar keiner oder zu viel davon.

Im Winter sollten die Pflanzen nach Möglichkeit im trockenen Keller überwintern wenn diese nicht winterhart sind. Notfalls kann man diese mit einem Jutesack zudecken. Andere Pflanzen die die kalte Jahreszeit überstehen können ohne Probleme auf dem Balkon überwintert werden. Allerdings gibt es auch so genannte Einjährige Pflanzen, die nur ein Jahr lang Blühen oder wachsen, bei denen sind die Aussichten auf eine Überwinterung eher schlecht.

Aber wie man auch hier an den verschiedenen Arten der Überwinterung merkt sollte man schon beim Bepflanzen der Kübel und Kästen darauf achten was zusammen passt. Es ist eher schädlich Pflanzen die draußen im Freien überwintern können und welche die in das Haus müssen zusammen in einen Topf zu geben, wenn man sie nicht jedes mal wieder ausgraben möchte.

Zu dieser Jahreszeit, sollten die Balkonpflanzen nicht zu viel Wasser erhalten, da sonst die Wurzeln angegriffen werden können und so im schlimmsten Fall die Pflanze eingeht. Blumenzwiebeln und Stauden sollten, in der Winterzeit, immer dick verpackt werden, damit der Boden nicht gefrieren kann und so die Zwiebeln und Stauden nicht kaputt gehen. Am Besten kann man hierfür eine Styroporplatte nehmen, wo man dann den Topf einfach drauf stellen kann. So ist ein überwintern seiner Balkonpflanzen gewährleistet und man kann sich im darauf folgenden Frühling, wieder an ihnen erfreuen.

Aber auch direkt nach dem Winter, also im Frühling wo die Blumen und Pflanzen anfangen zu sprießen und wachsen bedürfen sie einer besonderen Aufmerksamkeit. Oft werden unter Topfpflanzen und Kastenpflanzen Untersetzer verwendet um kein auslaufendes Wasser über den Balkon darunter zu ergießen oder den eigenen zu Nässen. Aber genau diese Untersetzer stellen oft ein Problem dar.

Gerade im Frühling setzt das Tauwetter ein und der gefrorene Boden taut auf und wird nass. Dazu kommen noch die normalen Regenfälle im Frühling die ein An- oder Austrocknen der Erde verhindern und genau das ist das Problem. Stehende Nässe schädigt die Pflanzen soweit, dass die Wurzeln abfaulen und die Pflanze das kommende Jahr nicht mehr wachsen wird.

Daher vor allem im Frühling die Untersetzer entfernen oder dafür sorgen dass die Blumen und Kräuter nicht immer in einem Dauernass stehen. Balkonkästen, die über Wochen und teils Monate im Wasser stehen sind keine Blumenkästen mehr, sondern ein Feuchtbiotop mit Gewächsen deren Wurzeln abgefault sind, oft fängt auch Moos an zu wachsen.

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