ADHS – Es geht auch ohne Medikamente
ADS oder ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom. Es können sowohl Kinder als auch Erwachsene davon betroffen sein. Die Symptome sind meist Hyperaktivität, Konzentrationsstörungen, nicht still sitzen können und Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis.
Es bedarf hierbei einer genaue Untersuchung und Beobachtung eines darauf spezialisierten Psychologen, denn Hyperaktivität bedeutet nicht gleich ADHS. Es ist nicht einfach, eine sichere ADHS-Diagnose zu stellen, dennoch wird dies sehr oft vorschnell diagnostiziert. Ob das tatsächlich in den vielen Fällen zutrifft, lässt sich schwer nachweisen.
Allzu oft wird auch vorschnell einem Zappelphilipp ein ADHS-Medikament verabreicht. Die Wirkung ist verblüffend. Innerhalb kürzester Zeit, je nach Medikamentenwahl, hat man ein ausgeglichenes, ruhiges und aufmerksames Kind.
Der Patient ist hierbei an das EEG angeschlossen und hat einen Bildschirm vor sich. Auf dem Bildschirm soll ein Gegenstand bewegt werden mit den Gedanken des Patienten. Das funktioniert auch, wenn der Patient an etwas Aufregendes denkt. Der Gegenstand kommt in die ursprüngliche Position zurück, wenn der Patient an Beruhigendes und Entspannendes denkt. Bei diesem Neurofeedback Training lernt der ADHS-Betroffene, die Emotionen bzw. die Unruhezustände zu steuern. Mit dieser Methode wurden bereits sehr gute Ergebnisse erzielt.
Hier wird klar, dass man nicht immer gleich zu Medikamenten greifen muss, die den Körper belasten. Zudem wird das ADHS damit nicht geheilt, sondern nur eingedämmt. Das Neurofeedback Training ist natürlich eine längerfristige Therapie, dafür hat sie aber eine dauerhafte Wirkung.
Redaktion Contendia
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